Die Syrauer Drachenhöhle

Syrau, 6`km nordwestlich der Kreisstadt Plauen in reizvoller Vogtlandlandschaft gelegen, ist mit Bahn, Bus und Pkw bequem zu erreichen. Der Ort Syrau zählt rund 1500 Einwohner und ist die Leitgemeinde des seit 1. 1. 1976 neu gegründeten Gemeindeverbandes. Neben seiner Windmühle, der einzigen noch gut erhaltenen im Bezirk Karl-Marx-Stadt, und dem Waldstadion sowie den schönen Parkanlagen, die von der Bevölkerung in vielen freiwilligen Arbeitsstunden geschaffen wurden, besitzt Syrau eine der schönsten und bestens aus gebauten Tropfsteinhöhlen unserer Republik. Um den ständig steigenden Besucherzahlen und deren wachsenden kulturellen Bedürfnisse gerecht zu werden, wurden seit Bestehen der DDR etwa 600000 Mark für die Erhaltung und den weiteren Ausbau der Höhle sowie der Parkanlagen bereitgestellt.

Am 14. März 1928 wurde die Höhle durch  Zufall bei Steinbrucharbeiten im kleinen Kalksteinbruch der Gemeinde Syrau entdeckt. Bei der Suche nach einem in einer Spalte verschwundenen Keil fand man unsere Höhle mit ihrer ganzen unterirdischen Schönheit vor, die nach einer alten Syrauer Volkssage den Namen „Drachenhöhle" erhielt.

Wie entstand diese unterirdische Welt?

Hier eine kleine Bildergalerie mit 11 Foto´s aus Dia´s eingescannt.

V0rmehr als 300 Mill. Jahren in der Devon-Zeit der Erdgeschichte, war dieser Teil des Vogtlandes von einem Meer bedeckt, auf dessen unter meerischen Vulkanen sich mächtige Kalksteine ablagerten. Gebirgsbildende Vorgänge drängten das Meer zurück. Die Kalksteine wurden verfaltet und von Klüften und Spalten zerschnitten. Das in der jüngsten Erdgeschichte auf diesen Klüften herab sickernde Niederschlagswasser und das darin enthaltene, gelöste Kohlendioxyd löste allmählich den Kalkstein auf und führte zur Bildung von unterirdischen Holräumen, die später durch die Ausscheidung von Kalkspat ihren Sinterschmuck erhielten.

Eingangsgebäude zur Drachenhöhle.

Die Klamm Links und rechts der Klamm die für die Syrauer Höhle besonders typischen Lehmbildungen.

Der Deckenstein, in dieser Deckenspalte hängen verschieden geformte Stalaktiten. Wie entstehen diese hängenden Tropfsteine? Der Kalkstein besteht zu einem großen Teil aus Calciumkarbonat. Das Sickerwasser löst dieses Calciumkarbonat. Tritt das Wasser in den Hohlraum ein, verdunstet ein Teil, an der Tropfstelle scheidet sich ein kleiner Ring aus Calciumkarbonat ab. Durch diesen Ring hindurch tropft das Wasser weiter, es wächst in die Länge und bildet ein Tropfröhrchen. Verstopft dieses Tropfröhrchen jedoch, dann tropft das Wasser außen ab, und es beginnt das Dickenwachstum der Stalaktiten.

Der Kristallkeller - Dieser Höhlenteil zeichnet sich durch. reichen Sinterschmuck ab. Tropft von den Stalaktiten noch Wasser ab, dann kann sich auch am Boden Calciumkarbonat abscheiden, es bilden sich Stalagmiten, die Bodentropfteine.

Die Schatzkammer. Sie zeigt eine reiche Versinterung, Stalaktiten und Stalagmiten sind hier zu Sintersäulen, den sogenannten Stalagnaten, zusammen gewachsen. Der Bodensinter bedeckt den Höhlenlehm, ist also später als dieser gebildet.

Der „Große See". 40 m lang, ca. 3 m tief. Der Wasserstand schwankt in. Abhängigkeit von den Niederschlägen. Die Wassertemperatur beträgt 9°C, die Lufttemperatur 9° bis 11 °C.

In der Bildergalerie sieht man ein paar Bilder von der Syrauer Drachenhöhle. Diese Bilder stammen aus der DDR-Zeit und waren als Dia-Sammlung erhältlich.

Das ist noch die offizielle Homepage: Die Syrauer Drachenhöhle.